Lexikon · Anzucht
Mendelsche Regeln
Die Mendelschen Regeln beschreiben grundlegende Muster, nach denen bestimmte Allelvarianten bei geschlechtlicher Fortpflanzung kombiniert und auf Nachkommen verteilt werden.
Auch: Mendelsche Regeln
Sie wurden an klar unterscheidbaren Merkmalen entwickelt und helfen, einfache Erbgänge zu verstehen. Ihre bekannten Schemata setzen jedoch bestimmte Voraussetzungen voraus und erklären nicht jede Pflanzeneigenschaft vollständig.
Bei Tomaten oder Paprika können mehrere Gene, Genkopplung und Umweltbedingungen die sichtbaren Merkmale beeinflussen. Deshalb lässt sich aus einem Lehrbuchschema nicht sicher vorhersagen, wie jede einzelne Frucht eines selbst vermehrten Bestandes aussehen wird. Die Regeln sind besonders hilfreich, wenn ein konkreter Erbgang bekannt ist. Für unbekannte Eigenschaften dienen sie als Denkmodell, das durch Beobachtungen und passende Fachinformationen ergänzt werden muss.




