Lexikon · Pflanzenschutz & Pflege
Spinnmilbe
Etwa einen halben Millimeter kleine Milbe, die auf der Blattunterseite Pflanzenzellen aussaugt, das Blatt gelblich sprenkelt und bei starkem Befall feine Gespinste zieht.
Auch: Spinnmilben · Gemeine Spinnmilbe
Zuerst zeigen sich oben auf dem Gurkenblatt feine helle Punkte. Dreh das Blatt um und nimm eine Lupe: Die Tiere sind grünlich bis hellbraun und tragen zwei dunkle Flecken auf dem Rücken, ihre Eier erkennst du mit bloßem Auge nicht. Wärme und trockene Luft kommen ihnen entgegen; vermehren können sie sich je nach Luftfeuchte und Pflanze zwischen 12 und 40 °C. Als Gegenspieler kommt die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis, die mindestens etwa 18 bis 20 °C und über 60 % Luftfeuchtigkeit braucht. In der Blüte ist die Luft dafür meist zu trocken; dann passt Amblyseius californicus besser, die ab 18 °C und über 50 % arbeitet und vorbeugend mit etwa 5 Tieren je m² ausgebracht wird. Zum Ende der Blüte bei 40 bis 50 % ist es auch ihr zu trocken, kontrollier die Blattunterseiten deshalb schon im Wachstum. Wird es im Zelt wärmer als 30 °C bei weniger als 50 %, sind die Spinnmilben schneller als ihre Jäger. Ein Blick aufs Thermo-Hygrometer gehört deshalb vor jede Bestellung.




