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Lexikon · Anzucht

Selbstbefruchtung

Selbstbefruchtung ist die Verschmelzung von Geschlechtszellen, die von demselben Pflanzenindividuum stammen.

Auch: Autogamie

Sie ist von Selbstbestäubung zu unterscheiden, weil die Übertragung des Pollens noch nicht den erfolgreichen Abschluss der Befruchtung beweist. Bei einer selbstverträglichen Tomate kann dieser Fortpflanzungsweg stattfinden, ohne dass daraus für jede einzelne Blüte ein erfolgreicher Samenansatz folgt.

Für eigenes Saatgut erklärt der Begriff zudem nicht automatisch, dass alle Nachkommen äußerlich identisch bleiben. Vorhandene unterschiedliche Allele können bei sexueller Fortpflanzung neu verteilt werden und in der nächsten Generation verschiedene Ausprägungen ergeben. Entscheidend sind deshalb sowohl die tatsächliche Abstammung als auch die genetischen Voraussetzungen der Ausgangspflanze, wenn Nachkommen verglichen oder Sorteneigenschaften beschrieben werden.