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Lexikon · Pflanzenschutz & Pflege

Raubmilbe

Räuberische Milbe von etwa einem halben Millimeter, die als Nützling Spinnmilben, Thripslarven oder im Boden Trauermückenlarven aussaugt.

Auch: Raubmilben · Bodenraubmilbe · Bodenraubmilben

Welche Art passt, hängt vom Schädling ab. Phytoseiulus persimilis frisst ausschließlich Spinnmilben und deren Eier; sie ist etwa 0,6 mm groß, leuchtend orangerot und läuft auf dem Gurkenblatt deutlich flinker als ihre Beute. Mindestens etwa 18 bis 20 °C und über 60 % Luftfeuchtigkeit braucht sie, über 30 °C bei unter 50 % bleibt der Erfolg aus. Amblyseius californicus verträgt trockenere Luft, ab 18 °C und über 50 %, und passt damit besser in die Blüte. Sind keine Spinnmilben mehr da, wandert sie ab. Amblyseius cucumeris holt Thripslarven bis zum zweiten Stadium und arbeitet ab etwa 16 bis 18 °C bei über 60 %. Im Substrat jagen Bodenraubmilben der Gattung Hypoaspis, braun und bis 1 mm groß, mit etwa 100 bis 250 Tieren je m² bei über 15 °C. In einer gängigen Hobby-Packung stecken rund 750 Tiere.