Lexikon · Dünger
Huminsäure
Dunkle, große organische Moleküle aus zersetztem Pflanzenmaterial, der Teil der Huminstoffe, der sich in Lauge löst und in Säure wieder ausfällt.
Auch: Huminsäuren · Huminstoffe · Fulvosäure · Fulvosäuren
Fulvosäuren bleiben dagegen auch in Säure gelöst. Als Zusatz färbt Huminsäure das Gießwasser braun wie dünnen Tee; Nährstoffe in nennenswerter Menge bringt sie nicht mit, ein Dünger ist sie also nicht. In Versuchen bildeten Pflanzen mit Huminstoffen mehr Seitenwurzeln und nahmen Stickstoff, Phosphor und Eisen besser auf. Eine Auswertung vieler Versuche, überwiegend in Nährlösung und Sand, kommt im Mittel auf 22 ± 4 % mehr Trockenmasse im Spross und 21 ± 6 % mehr in der Wurzel. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt an Herkunft, Dosis, Molekülgröße, pH-Wert und Pflanzenart. In vorgedüngter Topferde ist die Wirkung an Tomate oder Chili kaum von gutem Gießen zu unterscheiden.




