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Lexikon · Anzucht

Keimruhe

Keimruhe ist eine innere Blockade der Keimung eines lebensfähigen Samens, die trotz grundsätzlich geeigneter äußerer Bedingungen fortbestehen kann.

Auch: Keimruhe

Sie ist von einem bloßen Mangel an Wasser oder anderen notwendigen Keimungsbedingungen zu unterscheiden. Ob und welche Keimruhe vorliegt, hängt von der Pflanzenart, dem Entwicklungszustand und der jeweiligen Samenbiologie ab.

Wenn Tomaten-, Chili- oder Paprikasamen nicht auflaufen, darf daher nicht automatisch auf eine notwendige Behandlung zur Ruhebrechung geschlossen werden. Zunächst bleiben Lebensfähigkeit, Herkunft und die tatsächlichen Aussaatbedingungen eigene Prüffragen. Der Begriff hilft, verschiedene Ursachen des Ausbleibens von Keimung auseinanderzuhalten, liefert allein aber keine passende Maßnahme für jedes Saatgut und jede beobachtete Verzögerung.